Wir sind etwa 8 Tage alt! Wir sind etwa 8 Tage alt!
Wir sind etwa 8 Tage alt! Wir sind etwa 8 Tage alt!

So süß Degunachwuchs auch sein mag, wenn man "züchten" möchte, sollte man sich unter anderem gut überlegen, ob man auch Abnehmer für die Jungtiere findet. In vielen Tierheimen warten Degus auf ein gutes neues Zuhause und auch von privat gibt es inzwischen mehr als genug Tiere zu vermitteln. Bitte gebt auch diesen Tieren eine Chance! Auf diesen Seiten ist es möglich, Anzeigen rund um Degus zur Vermittlung aufzugeben (jedoch keine Vermittlung von Zuchttieren!) - bitte nur im Anzeigenbereich oder auch im Forum, nicht im Gästebuch! 

Geschlechtsreif sind Degumännchen etwa im Alter von 3 Monaten, die Weibchen etwa einen Monat früher. Ausnahmen bestätigen die Regel... Männliche Tiere sind ein Leben lang fortpflanzungsfähig, bei Weibchen soll die Fortpflanzungsfähigkeit mit rund 4 1/2 Jahren nachlassen. In freier Wildbahn pflanzen sich Degus, je nach Lebensraum (Nord– oder Südchile), nur von Februar bis April und im Monat September fort, in menschlicher Obhut das ganze Jahr lang.

Die Weibchen sind etwa alle zwei bis drei Wochen paarungsbereit, ein fester Zyklus wurde bei Degus jedoch noch nicht festgestellt. Normalerweise ist die Scheide der Weibchen, wie vom Chinchilla bekannt, bis zur Paarungsbereitschaft bzw. Geburt geschlossen.

Die von Degus bekannte Freundschaftsgeste erinnert sehr an die Paarung. Hier reitet das Männchen begleitet von Trillern und Beknabbern immer wieder auf das Weibchen auf, die Erregung ist auch an dem Schlängeln des Schwanzes erkennbar. Abweichend von der normalen Freundschaftsgeste lecken sich die Tiere nach dem Deckakt die Genitalien sauber.

Bei einem trächtigen Weibchen sollte man sehr darauf achten, daß sie die richtige Ernährung und genügend Flüssigkeit bekommt. Streß sollte schon während der Tragezeit minimiert werden. Während der Trächtigkeit ändern manche Weibchen ihr Verhalten überhaupt nicht. Andere werden z.B. nervöser, bauen fleißiger Nestchen, halten mehr Abstand zur Gruppe o.ä. Der Bauchumfang nimmt mit der Zeit je nach Wurfgröße und Weibchen zu.

Normalerweise gibt es in der Gruppe keine Probleme. Die anderen Tiere, egal ob Männchen oder Weibchen, versorgen den Nachwuchs häufig rührend mit. Eine Trennung ist jedoch dann sinnvoll, wenn noch unkastrierte Männchen im Käfig sind und das Weibchen nicht gleich nach der Geburt wieder gedeckt werden soll.  

Der Degunachwuchs kommt nach der relativ langen Tragzeit von etwa 3 Monaten bereits weit entwickelt auf die Welt. Meist sind es etwa 4-7 Jungtiere, es können aber auch mal weniger sein oder in seltenen Fällen sogar bis zu 10 Stück. Die Jungen können bereits laufen, haben Fell, die Augen sind bereits geöffnet oder öffnen sich langsam ganz. Meist verläuft die Geburt ohne Komplikationen. Die Weibchen sind relativ unempfindlich bei Störungen in dieser Zeit. Dennoch sollte man besonders in der ersten Woche nur wenn es unbedingt nötig ist das Nest kontrollieren. Beobachtet die Tiere ruhig und greift ansonsten nur dann ein, wenn wirklich etwas ungewöhnlich ist (evtl. vorher Rücksprache mit Tierarzt oder erfahrenen Leuten hier im Forum!)

Neugierig auf Mamas Futter! Neugierig auf Mamas Futter!
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Nach der ersten Woche können die Jungen auch allmählich an die Hand gewöhnt werden. Degunachwuchs ist sehr verspielt, schon mit zwei Tagen beginnet er häufig  die Umgebung des Nestes zu erkunden und ab der zweiten Woche nimmt er auch langsam vermehrt festes Futter auf. Mit vier Wochen werden die Kleinen dann langsam von der Mutter entwöhnt, spätestens mit sechs Wochen sind sie normalerweise selbständig.

Bei Degus ist es recht wichtig, die Jungtiere nicht zu früh von der Mutter zu trennen - wissenschaftliche Forschungen ergaben gerade bei Degus, dass der Nachwuchs sonst Schaden nehmen kann. Mehr darüber könnt Ihr hier: http://www.uni-magdeburg.de/bio/Strauchratte.htm nachlesen.

Wie bei Rennmäusen herrscht auch bei Degus eine Rangordnung in der Gruppe. Diese kann evtl. schon ab diesem Alter zwischen dem ranghöchsten Männchen und den jungen Männchen ausgemacht werden. Sollten die Jungtiere also in der Gruppe bleiben, muß diese in der kritischen Zeit gut beobachtet werden und bei evtl. blutigen Auseinandersetzungen zumindest vorerst getrennt werden.

Wer Degus abgibt, möchte sicherlich immer dafür sorgen, dass sie in gute Hände kommen. Unter http://www.deguhilfe-sued.de/index.php?id=30 findet Ihr einen entsprechenden Schutzvertrag und zudem solltet Ihr eine Schutzgebühr verlangen.

Deguzucht bedeutet Verantwortung!

Die Zucht von Degus bedeutet Verantwortung in vielerlei Hinsicht.  Unter "Gedanken zum Thema Zucht" findet Ihr einige Informationen und Gedanken zu diesem Thema. 

Hier findet Ihr noch ein paar Infos zum Thema Kastration von Degus!

Einige interessante Informationen über die Handaufzucht von Degus stellten uns Irina und Silke zur Verfügung - herzlichen Dank :-)!

Noch mehr süße Fotos von Degunachwuchs findet Ihr unter www.juana.de - von dort wurden uns auch diese drei Bilder zur Verfügung gestellt!

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