Diese beiden Bauanleitungen stammen von Amei! Viel Erfolg & Spaß beim Nachbau!

Bauplan für eine preisgünstige Deguvoliere (alle Maße in cm)
Außenmaß 100 x 60 x 201,8
Innenmaß 96,4 x 56,4 x 150

Notwendiges Werkzeug:
Bohrmaschine
Schraubendreher
Hammer
Feinsäge
Pinsel
Kneifzange
Druckbleistift
Zollstock

Nützliches Werkzeug:
Stichsäge
Kartuschenpresse
Elektrotacker
Blechschere
Akkuschrauber

Material:
18 mm dicke beschichtete Spanplatte für Feuchträume
1 Stück 96,4 x 56,4
2 Stück 88,4 x 25
2 Stück 52 x 25
Fichtenleisten, Querschnitt 1,8 x 4
8 Stück 200
1 Stück 122,8
2 Stück 88,4
2 Stück 88
4 Stück 80
3 Stück 60
6 Stück 52
4 Stück 43,8
2 Stück 42
Punktverschweißten Volierendraht für Kleinpapageien (Casanet), Maschenweite 1 oder 1,5, Rollenbreite 50
2 Stück 130 x 50
1 Stück 90 x 50
2 Stück 83 x 50
6 Stück 60 x 50
2 Stück 60 x 30
Metall:
6 Scharniere
4 Sturmhaken
1 Verbindungseisen
1 Aluleiste 96 x 2
1 große Schachtel Krampen bzw. Tackerklammern
1 kleine Schachtel Schrauben 4x60 mm
1 große Schachtel Schrauben 3,5x35 mm
1 kleine Schachtel Schrauben 1,2 x 15 mm


1 kleine Portion Spielzeuglack (Farbe wie Spanplatte)
wenn Kartuschenpresse vorhanden, 1 Kartusche Küchen- oder Aquariensilikon

Wie geht das?

Als erstes lackierst Du die offenen Kanten der Spanplatten, lässt sie eine Nacht liegen und lackierst sie nochmal.
Dann schneide die Leisten zu, entweder mit der Feinsäge oder mit der Stichsäge. Es ist wichtig, dass die Leisten so rechtwinklig wie irgend möglich abgelängt werden.
Den Volierendraht bekommt man meist als Rollen verkauft. Schneide die einzelnen Stücke zu, indem Du entweder Draht für Draht mit der Kneifzange durchknipst oder mit der Blechschere schneidest wie durch Pappe. Vorsicht: die Drahtenden sind scharfkantig!

Zunächst baust Du die beiden Schmalseiten. Für jede legst Du zwei Leisten von 200 cm mit Abstand nebeneinander. 48,2 und 73,2cm vom Ende machst Du je einen Strich an die Leisten und legst ein 52 cm langes Stück Spanplatte dazwischen. Auf 118, 122, 168, 172 und 196 machst Du ebenfalls Markierungen und legst die 52 cm langen Leisten dazwischen wie Leitersprossen. Die oberste Sprosse liegt bündig mit den Enden der langen Leisten. Fichte und Spanplatte reißen sehr leicht: Du musst alles vorbohren, bevor Du es zusammenschraubst. Bohre also immer zwischen den Markierungen für jede Leitersprosse zwei Löcher à 3 mm quer durch die langen Leisten (bohre in die Schmalseite, so dass das Loch 4 cm lang ist!) und für die Spanplatte drei oder vier Löcher. Fahre vorsichtig die Mine des Druckbleistifts aus und stecke ihn durch die Löcher, male Punkte auf die Hirnholzseiten der Leisten und die Kante der Spanplatte und bohre auch dort die Löcher vor. Streiche etwas Silikon auf die Schmalseite der Spanplatte und schraube die Käfigseiten mit den 4x60Schrauben zusammen.

Jetzt lege die Teile für die Rückwand zusammen: 2 Leisten à 200 cm, wie vorher 48,2 und 73,2cm vom Ende machst Du je einen Strich an die Leisten und legst ein 88,4 cm langes Stück Spanplatte dazwischen. Oben zwischen die Leisten legst Du eine 88,4 cm lange Querleiste. Dann zeichnest Du an der Spanplatte und der oberen Querleiste die Mitte an und legst die 122,8 cm lange Leiste parallel zu den langen Seiten zwischen Spanplatte und Querholz. Diese senkrechte Mittelleiste wirst Du später, wenn der Rahmen mit Draht bezogen ist, mittels des Verbindungseisens an der Spanplatte befestigen, alle anderen Verbindungen schraubst Du genau wie bei den Seitenteilen (Silikon nicht vergessen!).

Für die Vorderseite nimmst Du als erstes die Aluleiste, einen Metallbohrer und bohrst eine Reihe von Schraubenlöchern, aber nicht in der Mitte, sondern möglichst nah am einen Rand. Schraube sie mit den 1,2x15 Schräubchen so an die lange Seite der 88,4 cm langen Spanplatte, dass ca. 8 mm Aluleiste über die Platte übersteht und rechts und links 3,8 cm Aluleiste über die Spanplatte hinausragen. Lege die Spanplatte zwischen die letzten beiden langen Leisten, wie gehabt 48,2 cm vom unteren Ende entfernt, und lege oben die 88,4 cm lange Leiste dazwischen. Schraube alles wie bei den anderen Seiten zusammen, und schraube den Überstand der Aluleiste an den langen Seitenleisten fest.

In das leere Rechteck dieser Vorderwand legst Du die Leisten für die Türen zu drei Rahmen zusammen: 2 Stück à 88 und 2 Stück à 42 machen die obere breite Tür - rundum sollten 2 mm Luft sein - 4 Stück à 80 und 4 Stück à 43,8 werden zu den unteren beiden Türen. Auch hier sollte rundum 2 mm Luft sein, aber die Aluleiste hindert die Türen daran, nach Innen aufzugehen: es ist eine Schlagleiste. Die drei Türrahmen vorbohren und mit den 4x60Schrauben zusammenschrauben wie gehabt.

Nimm jetzt ein Seitenteil und drei Drahtbahnen: 2 à 60 x 50, 1 à 60 x 30. Fange mit dem schmalen Stück oben an, lege es möglichst bündig mit den Außenkanten und tackere es rundum fest oder hämmere Krampen hinein. Die nächste Drahtbahn sollte die erste auf der Leiste ein klein wenig überlappen: tackere auch sie rundum fest. Die letzte Drahtbahn geht von der unteren Leiste bis auf die Spanplatte, wieder mit ein wenig Überlappung. Auf der Spanplatte muss der Einschlagdruck des Tackers erhöht werden, sonst gehen die Klammern nicht ganz hinein - notflls mußt Du mit dem Hammer nachhelfen. Die zweite Seite genauso bespannen. Die Rückseite bekommt 2 Drahtbahnen von 130 x 50, möglichst mit nur ganz wenig Überlappung in der Mitte. An der Stelle, wo die Drahtbahnen und die Mittelleiste sich auf der Spanplatte treffen, legst Du das Verbindungseisen über den Draht und schraubst durch die Drahtmaschen die Eisenplatte an der Spanplatte und der Leiste fest.

Die Drahtbahnen für die Türen - 90 x 50 und 2 à 83 x 50 überragen die Türen rundum etwas. Lege die Türrahmen auf die Drahtbahnen und knicke den Überstand an die Schmalseite der Rahmenleisten. Diesen Knick kannst Du mit dem Hammer noch etwas präziser zurechtklopfen. Tackere die Drahtbespannung der Türen an den Schmalseiten fest: durch den Draht die Türen zu zernagen, ist den Degus nur sehr schwer möglich. Sie beißen zwar durch einzelne Drahtmaschen, kriegen aber die Leiste insgesamt nicht durchgenagt.

An allen vier Seiten bohre jetzt am unteren Rand der Spanplatten entlang Schraubenlöcher vor, 9 mm von der Kante entfernt jede Handspanne ein Loch. Außerdem bohre in den Längsleisten der Schmalseiten Schraubenlöcher vor, ebenfalls 9 mm von der Kante entfernt alle Handspanne ein Loch. Dann geh und hole einen zweiten Menschen. Lege eine Schmalseite hin und stelle die Rückseite darauf, so dass sie gemeinsam ein L bilden. Streiche eine Kante der Bodenplatte 96,4 x 56,4 mit Silikon ein. Setze den Boden bündig mit der Unterkante der Spanplatten und schraube ihn mit 3,5x35schrauben an die Rückwand. Streiche die kurze Kante mit Silikon ein, lege die andere Schmalseite obenauf, schraube den Boden an der Schmalseite fest und schraube die Schmalseite an die Rückwand. Streiche die Vorderkante des Bodens mit Silikon ein, setze den Frontrahmen ein und schraube ihn ebenfalls am Boden und der Schmalseite an. Dann drehe die andere Schmalseite nach oben, dichte auch sie und schraube sie fest.

Lege die beiden letzten Drahtbahnen mit den Längsseiten zusammen auf eine der drei letzten Leisten und tackere sie daran fest. Jetzt jast Du eine Drahtbahn von 100 x 60 mit einer Leiste in der Mitte. Die Drahtbahn tackere als Deckel oben auf den Käfig, die beiden letzten Leisten schraube rechts und links auf die Schmalseiten, die mittlere Seite schraube mittig auf Vorder- und Rückwand.

Jetzt mußt Du nur noch die Türen anschlagen: die große Tür hängt als Klappe vom oberen Querbalken. Schraube die Scharniere mit 1,2x15Schrauben zuerst an die Tür, und zwar an der Längsleiste auf der flachen Seite, wo kein Draht ist, je eine Handbreit von den Schmalseiten entfernt. Lasse die Tür dann ganz oben in den Frontrahmen halten, so dass die zweite Scharnierhälfte auf dem oberen Querbalken liegt. Geht das Scharnier richtigherum auf? Gut, schraube es fest! Die unteren Türen gehen wie normale Schranktüren auf, sie bekommen ihre Scharniere in der gleichen Reihenfolge wie die obere Tür. Damit die Degus nicht von innen eine Tür aufschieben können, bekommen die beiden unteren Türen in der Mitte ihre Sturmhaken: sie halten sich oben und unten aneinander fest. Die obere Klappe bekommt Sturmhaken, die sie am Rahmen halten: Du siehst sie auf dem Foto als kleine Querlinien.

Viel Erfolg!

PS. Möchtest Du Rollen unter die Voliere setzen, dann brauchst Du außerdem Holzklötze, die in das L der Vitrinenfüße passen, maximal also 4x2,2 im Querschnitt sind. Diese dübelst und leimst Du unten in die Vitrinenfüße und befestigst die Rollen daran nach deren mitgelieferter Einbauanleitung.
Aquarienaufbau

Moin, moin.

Stell´ Dir vor, Du hast ein Aquarium der Länge l, Tiefe t und Höhe h. Damit die Luftzirkulation gut genug ist, sollte h nicht größer sein als t. Dieses Aquarium stellst Du auf eine Platte, Kommode o.ä., die um eine Handbreit größer sein muß als der Aquariumboden.
Für den Gitteraufsatz brauchst Du Latten und Schrauben, Volierendraht und Krampen zum Befestigen des Drahtes. Unbedingt nötig sind Schraubendreher, Kneifzange und ein Hammer, nützlich sind eine Bohrmaschine und eine Handsäge (ohne Bohrer kaufe bitte Spax-Schrauben, ohne Säge mußt Du die Latten im Baumarkt fertig zuschneiden lassen).
An jedes kurze Ende des Aquariums stellst Du eine Leiter aus Latten. Die senkrecht stehenden Latten müssen dabei so lang sein, wie der ganze Degukäfig hoch werden soll. Die Querlatten brauchen die Länge t minus zwei Lattenbreiten.
Die erste Querlatte schraubst Du auf der Höhe der Aquarienoberkante zwischen den senkrechten Latten fest - Schraubenlöcher bitte vorbohren, billige Fichtenlatten reißen sonst leicht. Die zweite Querlatte gehört ans obere Ende der Leiter, weitere Latten kannst Du zur Stabilisierung dazwischen schrauben, falls das Käfigstück mehr als 80 cm hoch wird.
Wenn beide Leitern fertig sind, verbindest Du sie mittels Längslatten. Diese müssen die Länge l plus zwei Lattendicken haben - gib als Reserve besser 5 mm dazu, denn Massivholz arbeitet. Die unteren Längslatten sitzen 1cm unterhalb der Aquarienoberkante, die oberen am oberen Rand der Leitern. Auf der Käfigrückseite kannst Du weitere Latten zur Stabilisierung anbringen, vorn aber nicht.
Seitenwände, Rückwand und die Oberseite des Käfigs kannst Du jetzt mit Volierendraht bespannen. Um passende Gitterstücke zu bekommen, mußt Du das Gitter Draht für Draht mit der Zange durchschneiden. Befestige die Drahtstücke auf der Käfiginnenseite, dann können die Degus die Latten nicht völlig zernagen. Sollten die Drahtbahnen zu schmal sein, kannst Du mehrere nebeneinander legen und mit Stahldraht zusammenknoten. Mit dem restlichen Stahldraht knotest Du später die Einrichtung am Gitter fest.
Auf der Käfigvorderseite ist jetzt noch ein Rechteck leer: der Türrahmen. Entweder kaufst Du zwei Scharniere und ein passendes Stück Plexiglas, bohrst passende Schraubenlöcher ins Plexi und schraubst es an die obere Querlatte als große Klapptür (kleine Maschinenschrauben mit Muttern verwenden, Muttern auf der Außenseite!)
Oder aber Du sägst 4 Latten zu, so daß sie aneinandergelegt genau in den Türrahmen passen, schraubst sie aneinander fest und bespannst diese Lattentür ebenfalls mit Drahtgitter. Auch für diese Türkonstruktion brauchst Du Scharniere auf der Oberseite.
Die Tür schließt sich von allein, weil die Schwerkraft sie nach unten zieht und geht nicht nach innen auf, weil das Aquarienglas 1 cm übersteht. Auf der Außenseite mußt Du aber noch einen Riegel anbringen, Degus können sehr kräftig schieben!
Am besten kaufst Du noch einen Meter Alu-Winkelschienen und eine Metallsäge. Binnen kurzem finden die Degus doch Ansatzstellen zum Nagen. Klebst Du dort ein Stück Winkelschiene hin, dann sind die Nagemonster eingesperrt.

Viel Erfolg!
Amei

PS. Dient als Grundlage ein Terrarium, dann entferne einfach das obere Lüftungsgitter und baue ansonsten, wie für das Aquarium beschrieben!