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Vorwort

Hier findet Ihr die Anleitung für einen Käfig in der Größe 150x50x100 cm, durch den Stauraum unter dem Käfig ist er insgesamt jedoch 2 Meter hoch!

Bevor Ihr mit dem Projekt "Ich bau meinen Degus eine neues Zuhause" beginnt, solltet Ihr ein paar Überlegungen anstellen, um später Probleme auszuschließen. Eine leidige Erfahrung die ich machen musste war z.B. das ich den Käfig im Wohnzimmer zusammengebaut habe und der festen Überzeugung war ihn ohne weiteres in das Tierzimmer zu bekommen. Falsch!!! Leider kamen wir im Gang nicht um die Kurve, so dass ich am fertigen Käfig nochmals rumschrauben musste. Eigentlich kein Problem, aber dennoch ärgerlich. Ein anderes ärgerliches Thema waren die Rahmenhölzer für die Türen. Diese habe ich in einem Baumarkt im sechser Pack gekauft. Auf der Verpackung stand "Länge: 200cm". Falsch!!! Sie waren nur 196cm und so wurde ein Türrahmen etwas zu kurz. Also immer Maßband mitnehmen.

Viel Spaß beim Bauen!
Michl

Nützliches für den Bau/Werkzeug

Für den Bau des Käfigs ist generell kein besonderes Werkzeug notwendig. Ich kam mit folgenden Werkzeugen aus:
- Bohrmaschine mit diversen Metall- und Holzbohrern
- Schraubenzieher versch. Größen
- Hammer
- Stichsäge mit versch. Sägeblättern
- kleine Handsäge
- Seitenschneider, Kneif-, Kombizange
- Schraubenschlüssel in versch. Größen
- Schleifpapier / Holzfeile
- festes Cuttermesser
- Pinsel
- Bleistift / Geodreieck
- Wasserwaage
- Schraubzwinge
Übrigens solltet Ihr alle Verschraubungen vorbohren, um unschönes reißen bzw. aufplatzen des Holzes zu vermeiden.

Weiterführende Links:

Ihr möchtet die Anleitung gerne ausdrucken? Hier klicken, um einen Download als PDF-Datei zu starten!

Hier findet Ihr Bilder von anderen, die diesen Käfig schon nachgebaut haben! Wir würden uns über weitere Aufnahmen sehr freuen!

Weitere Bauanleitungen sind unter http://degus-online.de/kaefig3.htm, http://www.infocenter-halberstadt.de/Kaefigbau/index.html oder auch unter http://www.degus-online.de/kaefiganleitung2.htm zu finden, vielleicht findet Ihr auch dort noch gute Anregungen!

Ihr habt richtig viel Platz für einen tollen Käfiganbau im Garten? Dann guckt mal hier rein: Traumgehege

 

Material

 

Regal:
2x Fachboden verzinkt, 100 x 50 cm (A)
4x Winkelprofil verzinkt 200 cm/3,5x3,5cm (A)
1x 20er Knotenbleche (E)
1x 50er Schrauben + Muttern (M)
4 Stück PVC-Füßchen (L)

Holz: (B)
(Tipp: Am schönsten zu Verarbeiten ist gehobelte Fichte)
4 x 2 Meter gehobelte Rahmenhölzer Fichte, 24x44 mm
2 x 2 Meter gehobelte Rahmenhölzer Fichte, 34x54 mm
4 x 2 Meter Rahmenhölzer Fichte 24x74mm
2x1,2 Meter Leimholzplatte Kiefer 300x18 mm
98x148 cm Spanholzplatte weiß 10mm
1 Meter Holzdreikantleiste

Sonstiges:
3x Grendelriegel (H)
4x Kugelschnapper mit Anschlag zusammen.(23)
Pckg. Einschlagmuttern M6 (K)
2x Gewindeschrauben M6x50mm (K)
2x Griffe (I)
4x Scharniere 60x60 (J)
1x Stangenscharnier 60 cm Länge x 3 cm (F)
div. Spax-/Holzschrauben (D)
ca. 15x Schlossschrauben + Muttern M6x30mm (N)
+ ca. 10x Schlossschrauben + Muttern M6x40mm (N)
Beilegscheiben für M6 (G)
1x Aquarien-Silikon (O)
6 Meter Gitter (wir verwendeten Kellerfenstergitter mit einer Maschenweite 0,8 x 0,8 mm) (C)
ca. 5 Meter Aluwinkel (Q)
1 Dose lösungsmittelfreie Lacklasur, farblos (z.B. speziell für Kinderspielzeug) (P)
(für Glückspilze wie mich, noch Pflaster griffbereit legen)

Preis gesamt ca. 150,00 EUR - vergleichen beim Kauf des Material kann sich lohnen, besonders beim Holz und Gitter!

 

       
  Der Bau  
       

Schritt 1: Zusammenbauen des Metallregal (Bild A, E, M, 1a, 7)

Im Großen und Ganzen kann man hier nicht viel falsch machen. Ihr solltet darauf achten, dass es in der Waage steht und dass Ihr es so zusammenbaut, wie es am Schluss auch sein soll. Die Knotenbleche zur Verstärkung der Konstruktion könnt Ihr am oberen Regalboden hinten nur seitlich anbringen, da Ihr sonst zuviel an der Rückwand rumsägen (7) müsst.

Schritt 2: Verstärkung des unteren Regalboden (Bild 1)

Um der Reinigungsklappe später guten Halt und genug Widerstand zu geben, habe ich an die Vorderseite des unteren Regalboden von innen her ein 70cm langes Rahmenholz (34x54mm) geschraubt. Allerdings hab ich vorher noch eine kleine Nut hineingefräst damit es sauber aufliegt. Wem das zuviel Arbeit ist, kann auch einfach die kleine Falz am Regalboden umbiegen oder abschneiden.

Schritt 3: Die Käfigtüren (Bild 2, 3, 4, 5)

Für den Bau der Käfigtüren habe ich die Fichten-Rahmenhölzer mit der Stärke 24x74mm verwendet. Zuerst müsst Ihr euch aber überlegen wie hoch eure Türen werden sollen. Unsere sind einen Meter hoch und je 50cm breit. Also schneidet euch die vier seitlichen Hölzer zurecht und messt dann die oberen und unteren Hölzer genau aus. Es ist wichtig, dass Ihr genau und im Winkel arbeitet, denn bei krummen Türen klappt der Einbau später kaum. Um Geld zu sparen, habe ich die Türen mit den Knotenblechen (E) verbunden (4) da es sowieso zu viele waren. Für eine richtige Stabilisierung sorgen aber erst seitliche Verschraubungen (5) an allen vier Ecken. Zuletzt habe ich das Gitter auf die Türen getackert. Hier empfiehlt es sich das Gitter so aufzutackern, dass die Degus möglichst nirgendwo an das Holz kommen (4).

Schritt 4: Einsetzen des Gitters in die Seitenteile (Bild C, G, M, 7, 8, 9, 18)

Schritt 4 ist relativ einfach, wenn das Gitter mitspielt. Zuerst das Gitter auf die gewünschte Höhe zuschneiden, einbiegen und einpassen. Beim Einpassen darauf achten, dass es an den vorderen Ecken nicht übersteht, hinten ist es egal (8). Ich habe es hinten überstehen lassen und am Schluss an die Rückwand getackert, wegen mehr Stabilität. Nachdem das Gitter eingepasst war, habe ich es mit den Regalschrauben (M) und den Beilagscheiben (G) fixiert. Am oberen Regalboden habe ich ein paar Löcher mehr gebohrt um das Gitter schön straff befestigen zu können (siehe Bild 18).

Schritt 5: Einsetzen der Rückwand (Bild 6, 7, 8, 9)

Vor dem Kauf der Rückwand solltet Ihr genau nachmessen wie groß die Platte sein darf und überlegen was für eine Ihr genau wollt. Biene hat sich für eine weiß beschichtete Spanplatte von der Stärke 10mm entschieden, welche sich prima abwischen lässt und super stabil ist. Solltet Ihr aber daran was befestigen wollen, solltet Ihr eine stärkere Platte wählen, da unsere hierfür zu dünn wäre und wahrscheinlich würden Schrauben etc. zu leicht ausbrechen. Aber nun zur Rückwand. Am oberen Regalboden habe ich die hintere kleine, überstehende Falz abgeschnitten, damit die Rückwand bis ganz oben reicht. Beim Einpassen der Rückwand habe ich an dieser oben ein kleines Stück raussägen müssen, damit sie an den Schrauben vorbei geht (7, 9). Anschließend habe ich die Rückwand mit vier Schlossschrauben M6x30mm und dazupassenden Muttern und Beilagscheiben fixiert (9). Achtet unbedingt darauf die unteren Schrauben nicht zu weit unten zu setzen, da hier ja noch die Seitenteile davor kommen.

Schritt 6: Einsetzten der Seitenteile (Bild 10, 11)

Die Seitenteile bestehen aus zwei zugesägten Leimholzplatten mit einer Höhe von 30cm und einer Stärke von 18mm. Die Länge hängt davon ab wie stark Ihr die Rückwand gewählt habt. Fixiert habe ich die Seitenteile vorne mit je zwei Schlossschrauben M6x30mm und dazupassenden Muttern mit Beilagscheiben. Von hinten habe ich einfache Spaxschrauben/Holzschrauben (D) durch die Rückwand geschraubt um die Seitenteile mit dieser zu verbinden bzw. diese zu fixieren. Zu guter letzt habe ich das überstehende Gitter an den Leimholzplatten festgetackert (11).

Schritt 7: Einbau der Anschlaghölzer für Tür und Reinigungsklappe (Bild 15, 21, 24, 25)

Damit die Türen und die Reinigungsklappe im Käfig einen festen Anschlagspunkt haben, habe ich zwei Rahmenhölzer 34x54mm quer über die Vorderseite des Käfig eingeschraubt. Auf Bild 15, 21, 24 und 25 zu erkennen. Später werden an diesen Hölzern z.B. die Anschläge der Kugelschnapper montiert (23). Damit die Türen später richtig aufliegen, müssen die Anschlagshölzer an der Vorderseite etwa 4-5mm über die Regalwinkel hinaus überstehen (24). Hierzu habe ich ein kleines Stück mit der Stichsäge rausgesägt (24). Anschließend habe ich die Hölzer von den Seiten mit Spaxschrauben/Holzschrauben (D) befestigt.

Schritt 8: Die Reinigungsklappe (Bild 13, 14, 15, 16)

Die Reinigungsklappe besteht aus der selben Leimholzplatte wie die Seitenteile mit einer Länge von einem Meter, einem 60cm langen Stangenscharnier (F), zwei Ösenschrauben M6x50mm (K), entsprechenden Beilagscheiben und zwei Einschlagmuttern M6 (K). Zuerst habe ich das Stangenscharnier an das untere Ende des Regalboden geschraubt (13), unter welchen ich in Schritt 2 ein Rahmenholz zur Verstärkung geschraubt hatte. Anschließend habe ich von der Leimholzplatte links und rechts jeweils 4cm gerade abgeschnitten und diese Abschnitte mit Spaxschrauben/Holzschrauben (D) von vorne an die Winkelprofile des Regal bzw. an die Seitenteile geschraubt (13). Wegen der Optik habe ich ein kleine Aussparung auf der Rückseite dieser Hölzer gelassen, damit die Köpfe der Regalschrauben dahinter passen (14). Dann habe ich die Reinigungsplatte an das Stangenscharnier geschraubt und zugeklappt. Nun wird es etwas knifflig. Wie in Schritt 7 beschrieben sollten die Anschlagshölzer etwas überstehen, damit die Reinigungsklappe nicht auf Spannung zugeschraubt (16) wird. Liegt die Kappe schön an, einfach die Reinigungsklappe mit einer Schraubzwinge am Anschlagsholz fixieren, dann mit einem Bohrer, entsprechend der Größe der Einschlagmuttern, durch die Klappe und das Anschlagsholz gerade durchbohren. Nun die Einschlagmutter in das Anschlagholz klopfen, die Klappe mit den Ösenschrauben und entsprechender Beilagscheiben anschrauben (16) und fertig.

Schritt 9: Einbau der Türen (Bild 17, 19, 23, 25)

Bei diesem Schritt ist eine Wasserwaage unbedingt notwendig, damit die Türen später funktionieren. Die vier Scharniere (J) habe ich mit Schlossschrauben und Muttern (M) seitlich an den Winkelprofilen in vorher abgemessenen Abständen befestigt (17). Anschließend habe ich mit entsprechenden Holzschrauben die Türen an die Scharniere geschraubt. Dabei habe ich unten zur Reinigungsklappe einen Abstand von 5mm gelassen. Letztlich habe ich noch die vier Kugelschnapper an den Türen und die zugehörigen Anschläge an den Anschlagshölzern festgemacht (23, 25).

Schritt 10: Einbau des oberen Gitters (Bild 20, 21)

Wer nun noch guter Dinge ist, kann für die letzte Öffnung des Käfig einen kleinen Rahmen bauen, Gitter darauf Tackern und diesen am Käfig mit Schlossschrauben befestigen (20). Wer keine Lust mehr hat, kann diese Öffnung einfach mit Gitter verschließen. Vorteil des Rahmens ist allerdings das man die Türen mit Grendelriegel (H) verschließen kann (21) da der Rahmen als Gegenstück dient. Den Rahmen habe ich aus den 24x44mm starken Rahmenhölzern gebaut und diese wie die Türen mit Spaxschrauben/Holzschrauben (D) von den Seiten her verschraubt.

Schritt 11: Feinarbeiten (12, 22)

Da die Reinigungsklappe nicht ganz mit dem unteren Regalboden abschließt und so hier immer wieder Dreck durchfallen kann, habe ich ein Dreikantleiste eingepasst (22), welche vorn soweit übersteht das sie genau mit der geschlossenen Klappe abschließt. Diese habe ich einfach mit Aquariensilicon festgeklebt. Dabei haben wir auch noch die restlichen Ritzen und Spalten im unteren Teil des Käfigs mit Silicon abgespritzt (12). Wahlweise kann man auch von oben auf die Seitenteile (Schritt 6) Dreikantleisten machen, so bleibt Kot etc. nicht auf den Seitenteilen liegen. Nun haben wir auch erst die Griffe (I) an den Türen angebracht um die optimale Höhe zu bestimmen. Dann haben wir noch sämtliche Holzteile mit einer lösungsmittelfreien und unbedenklichen, farblosen Holzlasur (P) zur Versiegelung gegen Feuchtigkeit, insbesondere gegen Urin 3-4 mal gestrichen. Und zum Schluss haben wir alle anknabberbaren Kanten mit Aluwinkeln (Q) geschützt.

Inzwischen haben wir unseren Käfig noch ein wenig umgebaut. Rechts findet Ihr ein aktuelleres Bild.

Sehr praktisch bei frecheren Tieren ist das kleine Türchen, was wir in die rechte große Tür eingesetzt haben - so muss nicht immer die halbe Front geöffnet werden. Zudem haben wir in der linken Türe den Draht gegen Plexiglas ausgetauscht, so dass man etwas besser reinsehen kann. Links oben seht ihr zudem einen Übergang zu einer Lauffläche, die wir auf unserem zweiten Degukäfig aufbauten.

Die Etagen bestehen inzwischen aus fast durchgehenden Brettern. Damit das Einstreu nicht so leicht runter fällt, wurden Ränder angebracht.