Hinweise zum Bau des "IKEA-Sten-Degukäfigs":

Vielen Dank an Iris für den Bericht und die Bilder!

(Die Fotos sind nicht während der Bauphase entstanden, sondern aus dem fertigen und bereits bewohnten Käfig.)

Schritt 1: Das Regal

Zuerst sollte geplant werden, wie das Regal aussehen soll, dann müssen bei IKEA die benötigten Teile (Kellerregal Marke "Sten") gekauft werden. Bevor das Regal zusammengebaut wird, müssen aus den Regalbrettern einzelne Bretter mit einem großem Hammer herausgeschlagen werden, die später als "Aufgänge" zwischen den einzelnen Etagen dienen. Auf dem Foto ist die spätere Befestigung eines solchen Aufgangs zu sehen.

Schritt 2: Bretter vorne unten, damit die Streu nicht herausfällt

In der unteren Etage werden Bretter befestigt, damit die Streu nicht herausfällt. (Die Streu fällt trotzdem heraus, aber nicht soviel.) Auf dem Foto hockt gerade ein Degu auf solch einem Brett.

Schritt 3: Die Spanplatten

Der Boden, die Rückseite und die Seiten werden mit weiß beschichteter Spanplatte abgedichtet. (Wichtig: KEIN Holzdekor nehmen, das hat nämlich eine holzartige Oberflächenstruktur, die die Degus annagen könnten. Weiß beschichtete Spanplatte ist völlig glatt und bietet den Deguzähnchen keine Angriffsmöglichkeit.) Es wird also ausgemessen, wie groß diese Platten sein müssen, dann die Zuschnitte im Baumarkt kaufen.

  • Die Bodenplatte wird einfach auf das untere Regalbrett gelegt und kann mit ein paar Schrauben von unten befestigt werden.
  • Die hinteren Platten werden zwischen die Regalträger geschraubt, so daß von innen eine glatte Linie entsteht.
  • Die Seitenteile werden einfach von außen angeschraubt. Ich habe an einer Schmalseite keine Spanplatte verwendet, sondern weiße Plastikfolie, 1 mm stark, gibt es auch im Baumarkt.

Schritt 4: Die Aluleisten

Alle Kanten werden nun mit Aluleisten abgedichtet (gut zu sehen auf den Fotos aus Schritt 2). Je nach Bedarf werden gerade oder auch Winkelleisten benutzt. Es muß ausgemessen werden, wieviele und welche Leisten man braucht, die Leisten gibt es im Baumarkt zu kaufen. Dann können sie entweder mit Silikon festgeklebt (was aber den Nachteil hat, daß man den Käfig schwer wieder zerlegen kann) oder mit kleinen Schrauben festgeschraubt werden.

Schritt 5: Die Aufgänge

Nachdem man die Aluleisten befestigt hat, können nun die schrägen Aufgänge zwischen den Etagen befestigt werden. Auch hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder mit etwas Draht befestigen wie auf dem Foto in Schritt 1 oder man kann sie auch mit Haken (im schrägen Brett) und Ösen (im Käfig) befestigen. Letzteres hat den Vorteil, daß man die Schrägen zur Käfigreinigung herausnehmen kann. Etwas Maschendraht auf die Schrägen getackert bietet den Degufüßchen Halt. Alternativ kann man auch umgedrehte Fliesenreste mit Nägeln festklemmen, dann werden auch gleich die Krallen geschliffen.

Schritt 6: Die Türen

Aus Holzleisten (ca.  1,5   x   3,5  cm) werden rechteckige Rahmen mit Holzleim zusammengeleimt (vor dem Zuschnitt genau ausmessen, sonst passen sie hinterher nicht, der Käfig ist nämlich nie wirklich rechtwinklig!). Man kann die Klebestellen noch mit Tackernadeln verstärken. Nach dem Trocknen wird enger, stabiler Maschendraht mit einem Tacker aufgespannt. Dieser Draht ist leider nicht in jedem Baumarkt zu bekommen, ich habe meinen aus einer Draht-Fachhandlung in Hannover.

Schritt 7: Die Befestigung der Türen

Die Türen werden mit Scharnieren befestigt, wieder Baumarkt-Ware.

Schritt 8: Die Inneneinrichtung

  • Die untere Etage wird mit Einstreu und Spiel- und Versteckmöglichkeiten versehen. Auch steht hier ein Sandbad (in meinem Fall ein kleines Aquarium).
  • Auf die mittlere Etage kommt keine Einstreu, ich lege ein Handtuch auf die Bretter, dieses wird bei jeder Käfigreinigung durch ein neues ersetzt. (Tip: bei ebay gibt es billige Handtücher zu ersteigern.) Natürlich bleibt das Handtuch nicht unbedingt da liegen, wo man es hingelegt hat... ;-) Außerdem steht bei mir auf der mittleren Etage das Schlafhäuschen und die Futternäpfe. Hier werden sie nicht durch Einstreu verschmutzt.
  • Auf der oberen Etage befindet sich garnichts, das ist freier Raum zum Toben. Wenn man nämlich etwas draufstellt, klettern die Degus darauf und fangen an, sich durch die Deckplatte ins Freie zu nagen.

Schritt 9: Weitere Verstärkungen

Aus Drahtresten können weitere Verstärkungen an tragenden Teilen des Käfigs angebracht werden, auf diesem Foto z.B. eine Anti-Nage-Vorrichtung eines Querbalkens. Nicht tragende Teile lasse ich ungeschützt, da können die Tiere ruhig dran nagen. Sollten sie wirklich mal ein Brett komplett zerstören, kann man es mit wenig Aufwand durch ein neues ersetzen. Es ist lediglich sicherzustellen, daß die Tiere nicht entkommen können und daß der Käfig nicht zusammenbricht.