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Zur
Ernährung von Degus gibt es öfters unterschiedliche Meinungen. Sicher
ist, daß Degus sich in ihrer natürlichen
Umgebung auf wenig gehaltvolles Futter wie Gräser und Rinden
eingestellt haben. Früchte nehmen sie dort fast nie auf. So hat sich
der Verdauungstrakt der Tiere im Laufe der Zeit an diese recht
einseitige Ernährung angepaßt.
Doch dem Menschen kommt diese karge Ernährung meist zu ungesund vor. Genau wie bei Chinchillas neigen wir daher dazu, Degus mit oft zu fetthaltigen und falschem Futter zu ernähren. Immer wieder wird berichtet, dass Degus häufig an Diabetes erkranken. Vermutlich ist zwar die tatsächliche Anzahl der betroffenen Tiere weit geringer als vermutet, doch sollte man auch diese Neigung berücksichtigen. Eine Diabetes-Erkrankung kann man durch die richtige Ernährung leider nicht unbedingt vermeiden. Denn auch die Vererbung spielt dabei eine große Rolle. => Einen Überblick über einige interessante Threads zum Thema Ernährung findet Ihr im Forum.
Viele Deguhalter mischen ihr Futter selbst. Von dem angebotenen Marken im Handel kann man leider manches nicht oder nur als Bestandteil einer eigenen Mischung empfehlen. Ich selbst arbeite derzeit mit zwei Futtermischungen. Täglich gibt es neben Heu (welches immer zur Verfügung steht) auch eine Mischung mit Kräutern, Blüten und etwas getrocknetem Gemüse. Zudem teste ich gerade die Gabe von Sämereien und bin bisher sehr zufrieden. Wer etwas in diese Richtung probieren möchte, kann sich unter http://www.degus-online.de/phpbb/viewtopic.php?t=10930 ein wenig einlesen! Immer wieder kommt das Gespräch auf Pellets. Pellets sind kleine Stäbchen, die u.a. meist aus gemahlenen Getreidesorten und Heu bestehen. Zusammengehalten werden diese Stäbchen durch Melasse. Dies ist ein Rückstand bei Zuckerfabrikation aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr - in Hinblick auf die Diabetesanfälligkeit wäre also davon abzuraten. Es gibt Pellets mit etwas geringerem Melasseanteil, angeblich sind Pellets ganz ohne Melasse ein Gerücht, da so die Inhaltsstoffe nicht zusammenhalten würden. Zudem sind Pellets nicht ideal, da die Faserlänge gering ist. Ohne Melasse sind normalerweise nur die den Pellets ähnlichen Grascobs, welche man problemlos füttern kann, soweit je nach Anbieter keine anderen Inhaltsstoffe dagegen sprechen! Diese sind deutlich gröber, die Fasern länger kommen normalerweise ohne Melasse aus. Besser als Cobs ist und bleibt Heu, doch bei Degus die ungerne Heu fressen oder Haltern, die bei Heu allergisch reagieren, sind Cobs manchmal eine Möglichkeit. Bei Degus, die bereits aus einer diabetesbelasteten Zucht stammen oder gar schon selbst erkrankt sind, sollte man besonders auf die zucker- und fettarme arme Ernährung achten Alles was süß ist, lieben die meisten Degus besonders. Aufgrund des hohen Zuckergehaltes sollten Sachen wie Leckerlis oder getrocknetes Obst möglichst weit von der Zusatz-Futterliste verbannt werden. Als gelegentliche Leckerlis geeignet sind Erbsenflocken, Kolbenhirse, getrocknete Karotten, ab und zu Erdnüsse und Sonnenblumenkerne. Ich selbst gebe auch gepoppten Reis als Leckerli.
Hier geht es übrigens zu einer Liste, in der Ihr einige wichtige giftige, reizende und ungiftige Pflanzen findet!
Manchmal ist es nicht unbedingt leicht, einen Degu mit Wasser zu versorgen. Handelsübliche Plastiktrinkflaschen werden von Degus unter Umständen recht schnell zerlegt, sie sollten daher besonders gut angebracht werden. Inzwischen werden auch gelegentlich Glasflaschen angeboten. Ich selbst nehme einen Wassernapf, den ich erhöht aufstelle (auf einem umgedrehten Blumentopf). So fällt nicht so schnell Einstreu hinein. Trächtige Weibchen und säugende Muttertiere sowie zuckerkrankte Degus haben übrigens einen erhöhten Wasserbedarf. |